Trailrunning Reports

Gustav-Eberlein-Marathon, Hann. Münden, 01.11.2025

Ein privat organisierter Marathon, Bericht aus der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen:

Punkt 8 Uhr trafen sich sieben Läufer und Walker, um gemeinsam die 43,2 Kilometer zu bewältigen. Der Lauf orientierte sich am Leben und Werk des international bekannten Künstlers Gustav Eberlein, der in Spiekershausen (Gemeinde Staufenberg) geboren und in Hann. Münden aufgewachsen ist. Zwischen beiden Orten liegt ungefähr eine Halbmarathondistanz (21 Kilometer). Rosemarie Münder, Vorsitzende der Gustav-Eberlein-Forschung e.V. war persönlich beim Start mit dabei, um noch einige Worte zu den kunstgeschichtlichen Aspekten des Laufes weiterzugeben.

Am überraschend frischen Morgen bot sich auf der Strecke sowohl von der Weserliedanlage als auch von der Tilyschanze ein wunderbarer, leicht nebliger Blick auf Münden und die umgebenden Wälder. So konnte die erste Hälfte bis zur der Strecke an der Fulda, über Wilhelmshausen, Wahnhausen und Kragenhof bis zur Verpflegungsstation in Spiekershausen, eher medidativ mit viel Ruhe genossen werden.

Danach ging es über den Schmugglerpfad vom alten Steinbruch hinter Spiekershausen zu Sache. Es mussten insgesamt 660 Höhenmeter bewältigt werden, und viele der naturbelassenen Wege über Landwehrhagen, Benterode und Sichelnstein waren nicht nur von Laub bedeckt, sondern auch von Wildschweinen aufgegraben und abschnittsweise zugewachsen. Schließlich setze dann auch noch Regen ein, so dass die Teilnehmer alle glücklich waren, die Strecke erfolgreich gemeistert zu haben. Der Organsiator Rudo Grimm kommentiert: „Ein wunderschöner Naturlauf durch abwechslungsreiche und farbenfrohe Waldgebiete, der angesichts des Wetters aber auch allen Willen zum Durchhalten erfordert hat.“ Vermutlich ist es Gustav Eberlein zu seinen Lebzeiten aber nicht anders gegangen, als es noch keine gut geteerten Landstraßen zwischen den Ortschaften oder angenehm klimatisierte PKW gab.

 „Diese Erstausgabe wurde als privat organisierter Lauf veranstaltet – 2026 ist Eberleins 100. Todestag, mit dem entsprechend geplanten kulturellen Rahmenprogramm. Vielleicht bekommen wir dann ja etwas ganz Großes hin“, sagt Grimm abschließend.